Rollen die E-Scooter auch bald in Wiesbaden?

Seit gut einer Woche sind Elektro-Tretroller in Deutschland zugelassen

Die LKR&ULW Rathausfraktion setzt sich fortwährend dafür ein, dass kleine Elektrofahrzeugen, wie beispielsweise E-Roller oder E-Räder, in das Mobilitätskonzept der Stadt Wiesbaden aufgenommen werden. Bereits im letzten Jahr hatte die Fraktion zur Förderung sogenannter leichter E-Mobilität einen Antrag an den Magistrat gestellt. Die Zulassung der E-Scooter bietet Potenzial das Thema leichte E-Mobilität vermehrt Wiesbadener Bürgern näher zu bringen.

Wiesbaden liegt immer noch über dem EU-Grenzwert für Stickoxide. Dieser existiert seit 2010. Veit Wilhelmy (LKR&ULW Rathausfraktion) konstatiert: „Das sind neun Jahre. Neun Jahre Zeit nach alternativen Transportmöglichkeiten zu suchen und diese in das Mobilitätsleitbild der Stadt einzufügen. Neun Jahre in denen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt aufs äußerste belastet wurde und fortwährend wird. Ein Umdenken in Sachen Mobilität und die Schaffung einer tatsächlichen Nutzung von alternativen Fahrzeugen ist dringend erforderlich. Dazu müssen Anreize geschaffen werden. Strukturell und finanziell.“

Die innerstädtischen Distanzen, die in der Regel zurückgelegt werden belaufen sich auf unter 5 Kilometer. Eine Strecke, die zu Fuß definitiv zu lang ist, für die Nutzung eines Autos aber auch als zu kurz angesehen werden kann. „E-Scooter sind ideal um diese Lücke zu schließen. Mit diesem neuen Fortbewegungsmittel wird neben E-Rollern, Pedelecs und E-Bikes eine weitere und vor allem kostengünstige Nische im Bereich der E-Mobilität besetzt.“, so Veit Wilhelmy (LKR&ULW Rathausfraktion).

Laut Wiesbadener Stadtanalyse „Leben in Wiesbaden 2018“ kommt für
59 % der Wiesbadener in absehbarer Zeit die Anschaffung eines Elektroautos nicht in Frage. „Umso mehr ein Grund, leichte E-Mobilität zu fördern. Nicht jeder kann sich ein E-Auto leisten.“, so Thomas Preinl (LKR&ULW Rathausfraktion). E-Scooter werden bereits ab ca. 370 Euro angeboten. Eine kostengünstige Alternative, um Wegstrecken zu überbrücken. Beispielsweise von der Haltestelle zum Arbeitsplatz. ESWE-Verkehr erlaubt überdies die Mitnahme von E-Scootern in Bussen. Das stellt durchaus einen Anreiz zur Nutzung dar.

Die Nutzer der neuen E-Scooter müssen Fahrradwege nutzen oder, wenn keine vorhanden sind, auf der Straße fahren. „In Wiesbaden herrscht beim Ausbau der Fahrradwege Nachholbedarf.“, kommentiert Veit Wilhelmy. „Erst recht, wenn neben den Radfahren eine weitere Zielgruppe diese Wege nutzen soll und muss.“, so Veit Wilhelmy weiter. Derzeit sind 55 % der Wiesbadener laut Wiesbadener Stadtanalysen mit den jetzigen Fahrradwegen und der der Radverkehrssicherheit unzufrieden. Hier muss angesetzt werden. Mobilität bedeutet auch Verzahnung. Eine geeignete Infrastruktur ist Grundlage für einen Nutzungsanreiz von alternativen Verkehrsmitteln.

Die Fraktion stellt überdies eine finanzielle Förderung über die Förderung von Lastenkrafträdern hinaus, zur Diskussion und wird dieses Thema im Stadtparlament weiter einfließen lassen.

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